ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen und oftmals die Ursache für unkonzentriertes, unaufmerksames und trotziges Verhalten in der Schule. Dies wirkt sich zumeist negativ auf die Schulleistungen aus, aber auch häufig auf die soziale Integration des Kindes in die Gleichaltrigengruppe. Andererseits können diese Verhaltensweisen aber auch Signale für andere psychische Probleme der Kinder sein. Zudem ist nicht jedes Kind, das dieses Verhalten zeigt, von einer psychischen Störung betroffen. Wie also kann ein Lehrer erkennen, ob und in welchem Umfang Hilfestellung für das betroffene Kind erforderlich ist.
Inhalt dieser Fortbildung, ist die Erläuterung des aktuellen Forschungsstandes zu AD(H)S. Es werden diagnostischer Kennzeichen von AD(H)S und verwandter Störungsbilder (z.B. Störung des Sozialverhaltens) vermittelt sowie die Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen und normalen Verhaltensweisen erläutert. Modelle über die Entstehung von AD(H)S werden erläutert. Daran schließt sich die Darstellung der derzeitigen Therapiemöglichkeiten (Psychotherapie, Eltern- und Lehrertraining, medikamentöse Therapie) an.
Ziel ist es Kriterien und Entscheidungshilfen für Lehrkräfte zu vermitteln, anhand derer der Handlungsbedarf abgeschätzt werden kann.